Stoff für rechteckige Teile planen
Mit einer Liste rechteckiger Teile lässt sich hier die benötigte Länge einer Stoffbahn mit fester Breite abschätzen. Der Rechner eignet sich für einfache Bahnen, Patchworkrechtecke, Taschenteile und Bastelprojekte. Trage für jede Größe einen Teiltyp mit Anzahl ein. Alle Teile einer Berechnung verwenden denselben Stoff und dieselbe Zugabe. Unterschiedliche Stoffe werden getrennt berechnet.
Das Ergebnis zeigt einen Legeplan, dessen belegte Länge und eine zusätzliche Länge einschließlich deines gewählten Prozentsatzes. Der Plan ist überprüfbar, aber nicht garantiert der kürzeste. Vergleiche ihn vor Kauf und Zuschnitt mit dem tatsächlichen Stoff und der Schnittanleitung.
Maße richtig eingeben
Wähle Zentimeter oder Zoll. Miss die nutzbare Breite ohne Webkanten oder beschädigte Ränder. Gemeint ist eine flache Stofflage, kein gefalteter Stoff. Beim Einheitenwechsel werden vorhandene Maße umgerechnet und auf vier Nachkommastellen gerundet. Prüfe danach besonders Teile, die genau in die Breite passen.
Gib fertige Breite, fertige Länge und eine ganze Anzahl je Teiltyp ein. Die Breite verläuft quer zur Rolle, die Länge entlang der Rolle. Die Zugabe je Kante wird jeder Abmessung zweimal hinzugefügt: Zuschnittbreite = Fertigbreite + 2 × Zugabe; Zuschnittlänge = Fertiglänge + 2 × Zugabe. Sind Nähte oder Säume bereits enthalten, verwende null. Unterschiedliche Kantenzugaben musst du selbst in die einzelnen Zuschnittmaße einrechnen und die gemeinsame Zugabe auf null setzen.
Erlaube eine 90°-Drehung nur, wenn sich das Teil quer zum Fadenlauf drehen darf. Bei vorgegebener Richtung bleibt sie ausgeschaltet. Wähle eine eigene zusätzliche Prozentzugabe und berechne den Plan. Änderungen oder neue Teile blenden das alte Ergebnis bis zur nächsten Berechnung aus.
Wie der Rechner die Länge bestimmt
Jedes benötigte Exemplar wird als eigenes Rechteck angelegt. Der Rechner probiert drei feste Sortierungen und legt die Teile in waagerechte Reihen. Freier Platz in bestehenden Reihen wird genutzt, wenn ein Teil hineinpasst. Erlaubte Drehungen werden berücksichtigt. Der kürzeste dieser drei gültigen Pläne wird angezeigt. Die Rechtecke bleiben innerhalb der Stoffbreite und überlappen sich nicht. Eine andere Verschachtelung oder manuelle Anordnung kann weniger Stoff benötigen.
Die Länge ergibt sich aus der unteren Kante des gesamten Plans, nicht aus Teilefläche geteilt durch Stoffbreite. Freie Fläche bezeichnet ungenutzten Raum innerhalb des Plans ohne zusätzliche Länge. Länge mit Extra = Planlänge × (1 + Prozentsatz / 100). Das Extra verändert keine Teile und berechnet keinen Einlauf. Längen mit Extra werden auf zwei Nachkommastellen aufgerundet. Verkaufsintervalle des Händlers werden nicht automatisch angewendet.
Beispiel 1: zwei Größen auf 140 cm Stoff
Die Startwerte sind vier fertige Teile von 40 × 40 cm und zwei von 20 × 30 cm, jeweils 1 cm Kantenzugabe, ohne Drehung, bei 140 cm nutzbarer Breite. Die Zuschnittmaße betragen 42 × 42 und 22 × 32 cm. Drei Quadrate passen in die erste Reihe. Das letzte Quadrat und beide kleinen Rechtecke passen in die zweite. Die Planlänge beträgt 84 cm; mit 10% Extra sind es 92,4 cm beziehungsweise aufgerundet 0,93 m. Der Prozentsatz ist ein veränderbares Beispiel, keine Empfehlung.
Beispiel 2: vier Zuschnitte in Zoll
Für vier Zuschnitte von 20 × 12 in verwende 45 in Stoffbreite, null Kantenzugabe, null Extra und keine Drehung. Zwei Teile passen nebeneinander; zwei Reihen benötigen 24 in. Das Ergebnis einschließlich Extra bleibt 24 in, zusätzlich als aufgerundete 0,67 yd angezeigt. Die reine Flächenrechnung ergäbe ungefähr 21,33 in und reicht für diesen Legeplan nicht aus.
Plan prüfen und Ergebnis mitnehmen
Jedes Rechteck trägt eine Nummer aus Teiltyp und Exemplar, etwa 1.2. Öffne die genauen Maße und Positionen unter der Zeichnung, um sie mit der Zuschnittliste abzugleichen. Ausgangspunkt ist oben links: die erste Koordinate verläuft quer, die zweite längs. Ein Drehsymbol kennzeichnet gedrehte Teile. Bei sehr kleinen Teilen kann die Nummer in der Zeichnung fehlen; in der Liste bleibt jedes Teil enthalten.
Ergebnis kopieren übernimmt Längen, Zuschnittmaße und Koordinaten desselben Plans. Füge die Angaben in deine Notizen ein. Bei fehlendem Zwischenablagezugriff kannst du die Zusammenfassung manuell markieren. Die Zeichnung passt sich dem Bildschirm an und ist keine Schnittvorlage in Originalgröße. Beim Verlassen der Seite wird das Projekt nicht gespeichert.
Häufige Fragen zum Stoffrechner
Warum passt ein Teil nicht?
Die Zuschnittbreite enthält beide Kantenzugaben. Maße nur ändern, wenn die Schnittanleitung es erlaubt; andernfalls breiteren Stoff verwenden oder eine zulässige Drehung erlauben. Teile werden nie automatisch geteilt oder zusammengenäht.
Sind Brüche oder große Stückzahlen möglich?
Verwende 0,5 statt 1/2. Punkt oder Komma sind als Dezimalzeichen mit höchstens vier Nachkommastellen erlaubt, ohne Tausendertrennzeichen. Grenzen: 1–20 Typen, insgesamt 200 Teile, positive Maße bis 10.000 in der gewählten Einheit und Extra von 0 bis 100%.
Werden Musterrapport und Einlaufen berücksichtigt?
Nein. Rapport, Flor, Einlaufen und Stofffehler erfordern eine eigene Planung. Ausgeschaltete Drehung erhält nur die eingegebenen Achsen; sie richtet keine Motive aus und bewertet den Stoff nicht.
Funktioniert der Rechner für gebogene Schnittteile?
Nur rechteckige Hüllflächen werden unterstützt. Kurven, spiegelbildliche Paare, Stoffbruch, Schrägschnitt und ineinandergreifende Formen werden nicht modelliert. Beachte dafür den Legeplan deines Schnittmusters.
Ist das die minimale Kaufmenge?
Nein. Es ist die Länge der gezeigten Anordnung plus deinem optionalen Extra. Prüfe Stoff und Zuschnittliste, bestätige die Zugaben und runde selbst auf das Verkaufsintervall des Händlers auf.