Anleitung
- Gib die tatsächliche Brennweite in Millimetern und die Blendenzahl ein, zum Beispiel 8 für f/8. Verwende keine äquivalente Brennweite.
- Die Fokusentfernung in Metern bezeichnet die Entfernung zur scharfgestellten Ebene, nicht die Brennweite. Verwende einen zur idealen Dünnlinsen-Hauptebene passenden Entfernungsbezug.
- Wähle einen Zerstreuungskreis in Millimetern passend zu deinem Schärfekriterium. 0,03 mm ist ein konventioneller Beispielwert, keine universelle Sensoreigenschaft. Berechnen zeigt Nahgrenze, Ferngrenze, gesamte Schärfentiefe und Hyperfokaldistanz.
Die Anfangswerte sind editierbare Beispiele, keine erkannten Kameraeinstellungen. Verwende Dezimalpunkt oder Dezimalkomma ohne Tausendertrennzeichen. Unter jedem Feld steht der zulässige Bereich. Berechnen oder die Eingabetaste bestätigt die aktuellen Werte. Die Grafik über den Feldern reagiert sofort auf gültige Eingaben und zeigt bereits das Startbeispiel. Änderungen löschen das bestätigte Ergebnis und deaktivieren Kopieren; Berechnen bestätigt erneut. Unvollständige oder ungültige Eingaben entfernen die Vorschaugrafik. Leeren entfernt Zahlen, Ergebnis und Grafik; die Berechnungsauswahl bleibt erhalten. Ergebnis kopieren übernimmt die angezeigten Werte mit Beschriftungen. Die Rechnung erfolgt im Browser. Ein Sprachwechsel öffnet eine übersetzte Seite und fragt vor dem Verlassen der Eingaben nach; er überträgt keine gespeicherte Kamerakonfiguration.
Berechnung und Bedeutung
Schärfentiefe ist ein als ausreichend scharf beurteilter Bereich. Nicht jedes Objekt darin ist exakt fokussiert. Dieser Rechner schätzt den Bereich mit einem geometrischen Dünnlinsenmodell. Der Zerstreuungskreis ist der größte noch akzeptierte Unschärfekreisdurchmesser in der Bildebene. Ein kleinerer Wert verlangt strengere Schärfe und verengt den Bereich.
Es seien f Brennweite, N Blendenzahl, c Zerstreuungskreis und s Fokusentfernung, alle Längen in Millimeter umgerechnet. q = f² / (N × c), Hyperfokaldistanz H = q + f. Nahgrenze = s × q / (q + s − f). Für s < H gilt Ferngrenze = s × q / (H − s); bei s ≥ H ist sie unendlich. Die gesamte Schärfentiefe ist Fern- minus Nahgrenze. Die Ausgabe erfolgt wieder in Metern.
Die Formeln behalten die Brennweitenterme des Dünnlinsenmodells bei. Vereinfachte Tabellen für entfernte Motive können etwas abweichen. Bei s = H liegt die Nahgrenze bei H/2 und die Ferngrenze im Unendlichen. Die Grafik komprimiert die Entfernungsachse, setzt den Fokusmarker in ihre Mitte und beschriftet die Grenzen getrennt. Unendlich bleibt ein offenes Ende und wird nicht als endliche Entfernung in eine lineare Skala eingesetzt.
Rechenbeispiele
Bei 50 mm, f/8, 3 m Fokusentfernung und c = 0,03 mm liegt H bei 10,47 m. Nahgrenze etwa 2,34 m, Ferngrenze 4,19 m, gesamte Schärfentiefe 1,85 m. Die Fokusebene erfüllt die geometrische Fokusbedingung; Objekte an den Grenzen erfüllen lediglich das gewählte Unschärfekriterium.
Mit 50 mm, f/8 und c = 0,025 mm ist H genau 12,55 m. Fokus auf 12,55 m ergibt eine Nahgrenze von 6,275 m, angezeigt als 6,28 m, und eine unendliche Ferngrenze. Auch die gesamte Tiefe ist im Modell unendlich. Das heißt nicht, dass jedes entfernte Detail bei jeder Ausgabegröße gleich scharf aussieht.
Anwendungen und Grenzen
Vergleiche Fokuslagen für Landschaften, Gruppen und ruhende Motive. Beachte die Nahgrenze ebenso wie die Ferngrenze: Weiter entfernte Fokussierung kann ein Vordergrundobjekt verlieren. Bei kritischen Aufnahmen prüfe das Bild in der geplanten Ausgabegröße statt allein auf Objektivmarkierungen zu vertrauen.
Die Bereiche stehen an den Eingaben. Die Fokusentfernung muss nach Einheitenumrechnung größer als die Brennweite sein. Beugung, Motivbewegung, Verwacklung, Bildfeldwölbung, Pupillenvergrößerung, Focus Breathing und rechnerische Bildverarbeitung fehlen im Modell. Makro kann eine vergrößerungsbezogene Betrachtung erfordern. Abblenden vergrößert die geometrische Tiefe, während Beugung den Kontrast feiner Details verringern kann.
Häufige Fragen
Welchen Zerstreuungskreis soll ich wählen?
Das hängt von Format, Vergrößerung, Betrachtungsabstand und gewünschtem Detail ab. Der Anfangswert ist ein Beispiel. Kleinere Werte setzen strengere Maßstäbe und verringern die Tiefe.
Bedeutet unendlich ein unbekanntes Ergebnis?
Nein. Es ist das ausdrückliche Modellergebnis, sobald der Fokus H erreicht oder überschreitet. Das offene Grafikende zeigt einen Bereich ohne endliche Ferngrenze.
Ist hyperfokales Fokussieren immer am besten?
Nein. Es verteilt einen gewählten Nah-bis-unendlich-Bereich. Optimale Schärfe auf einem bestimmten Motiv oder strengere Fernschärfe kann wichtiger sein.
Warum liegt nicht ein Drittel davor und zwei Drittel dahinter?
Dieses Verhältnis gilt nicht allgemein. Grenzen hängen von Brennweite, Blende, Fokusentfernung und Unschärfekriterium ab und werden einzeln berechnet.